FAQs - Ausbau von Ladeinfrastruktur in WEGs – Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
29.04.2026

Ist der Ausbau von mehreren Ladestationen in einem Mehrparteienhaus möglich?
Grundsätzlich ja – vorausgesetzt, es wird von Beginn an ein durchdachtes Lastmanagement-Konzept berücksichtigt. Eine technische Gesamtausarbeitung ist essenziell, um eine langfristig funktionierende und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur zu gewährleisten.
Was passiert, wenn es kein Lastmanagement gibt?
Werden einzelne Wallboxen ohne Lastmanagement installiert, kann der Hausanschluss schnell überlastet werden. Laden mehrere Fahrzeuge gleichzeitig mit voller Leistung – insbesondere bei hohem Gebäudeverbrauch – kann dies im schlimmsten Fall zu einem Ausfall (Blackout) führen. Ohne Lastmanagement erfolgt keine automatische Leistungsanpassung der Wallboxen.
Wie lässt sich ein Blackout verhindern?
Durch den Einsatz eines Lastmanagement-Systems wird die verfügbare Leistung der Wallboxen gezielt gesteuert. Dabei gibt es zwei Varianten:
- Statisches Lastmanagement: Begrenzung der maximalen Gesamtleistung aller Wallboxen
- Dynamisches Lastmanagement: Anpassung der Ladeleistung in Abhängigkeit vom aktuellen Gebäudeverbrauch durch Überwachung des Hausanschlusses. Der Vorteil: Insbesondere in Zeiten mit geringem Stromverbrauch (z. B. nachts) steht den Fahrzeugen mehr Leistung zur Verfügung – die vorhandene Anschlusskapazität wird optimal genutzt.
Welche Rolle spielt der Netzbetreiber?
In Mehrfamilienhäusern ist in der Regel eine netztechnische Prüfung erforderlich. Während einzelne Wallboxen im Einfamilienhaus meist nur angemeldet werden müssen, ist bei mehreren Ladepunkten eine Genehmigung notwendig. Nach der Beauftragung des Grundausbaus wird die Ladeinfrastruktur beim Netzbetreiber offiziell durch Elektro Ehinger angemeldet. Dieser prüft die Gegebenheiten und erteilt entweder direkt die Genehmigung oder stimmt sich hinsichtlich einer möglichen Leistungserhöhung ab. In den meisten Fällen ist keine aufwendige Erneuerung der Hausanschlussleitung erforderlich – oft sind ausreichend Reserven vorhanden oder eine Anpassung der Leistungsbereitstellung für die Liegenschaft ist ohne größere Baukosten möglich.
Warum ist ein Gesamtkonzept so wichtig?
Eine vorgelagerte technische Planung stellt sicher, dass alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Gleichzeitig wird die vorhandene Anschlussleistung effizient genutzt und eine spätere Erweiterung der Ladeinfrastruktur problemlos ermöglicht.
Wie unterstützen wir Sie bei der Umsetzung?
Wir erstellen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Ihre WEG durch eine strukturierte E-Mobility-Konzepterstellung, inklusive:
- Vor-Ort-Begehung
- Technische Bewertung des Hausanschlusses und der Elektroanlage
- Planung eines geeigneten Lastmanagements
- Anschlusskonzept für eine zukunftsfähigen Infrastruktur
- Erstellung konkreter Angebote (Gemeinschafts- und Einzelkosten)
Was ist Ihr Vorteil einer professionellen Planung?
Eine durchdachte Infrastruktur von Beginn an vermeidet spätere Mehrkosten, technische Einschränkungen und aufwendige Nachrüstungen – und schafft gleichzeitig eine sichere, effiziente und skalierbare Lösung für die Zukunft.
