120 Jahre Elektro Ehinger – Qualität im Strom der Zeit
26.02.2026

Ein Familienunternehmen zwischen Pioniergeist, Verbandstreue und Zukunftstechnologien
Am 27. Februar 2026 feiern wir bei Elektro Ehinger ein besonderes Jubiläum: 120 Jahre Unternehmensgeschichte. Ein Zeitraum, der weit mehr bedeutet als wirtschaftliche Beständigkeit. Er steht für Verlässlichkeit, Verantwortung, technologische Neugier – und für eine Haltung, die unser Unternehmen seit fünf Generationen prägt.
Seit 1906 ist Elektro Ehinger eng mit Frankfurt am Main verbunden – und ebenso eng mit der Entwicklung der Elektrotechnik selbst. Von der Gründerzeit elektrischer Beleuchtung bis hin zu Photovoltaik, E-Mobilität und intelligenter Gebäudetechnik: Unser Betrieb hat sich stets weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln zu verlieren.
Gründungszeit: Elektrohandwerk im Aufbruch
Als Wilhelm Ehinger am 1. Januar 1906 in Frankfurt sein „Spezialgeschäft für elektrische Anlagen und Stark- und Schwachstrom“ gründete, war Elektrizität noch ein Symbol für Fortschritt und Moderne. In den Städten begann elektrisches Licht die Gasbeleuchtung abzulösen, industrielle Anwendungen nahmen rasant zu – und die Nachfrage nach fachgerechter Installation wuchs stetig.
Frankfurt war für Wilhelm Ehinger nicht zufällig der richtige Standort: Seit der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung von 1891 galt die Stadt als Zentrum elektrischer Innovation. Genau hier wollte er mit seinem Handwerk an der Zukunft bauen.
Die erste Werkstatt entstand in der Leerbachstraße 26 – und dieser Standort ist bis heute unser Firmensitz. Eine Kontinuität, die für unser Unternehmen sinnbildlich ist: beständig im Fundament, offen für Entwicklung.
Wilhelm Ehinger war ein Unternehmer mit Weitblick. Technisch neugierig, handwerklich kompromisslos und organisatorisch vorausschauend. Bereits 1909 legte er als erster Elektromeister seines Fachs vor der damaligen Handwerkskammer Wiesbaden die Meisterprüfung ab – ein klares Signal für Professionalität und Qualitätsanspruch.
Er führte das Unternehmen durch die Umbrüche des 20. Jahrhunderts: Weltkriege, Inflationen, wirtschaftliche Krisen. Während viele Betriebe verschwanden, blieb Elektro Ehinger bestehen – getragen von fachlicher Exzellenz, verlässlicher Ausführung und einem stabilen Vertrauensverhältnis zu Kunden und Mitarbeitenden.
Ehrenamt als Familientradition: Innung, Ausbildung, Verband
Von Anfang an war unser Unternehmen nicht nur Dienstleister, sondern auch aktiver Teil des Berufsstands. Wilhelm Ehinger übernahm früh Verantwortung in Innung und Verband. Er wurde Obermeister der Elektroinnung Frankfurt, später Vorsitzender des Bezirksvereins Mittelrhein-Hessen und wirkte auf Reichsebene als Vizepräsident des damaligen Verbands elektrotechnischer Installationsfirmen – dem Vorläufer des heutigen ZVEH.
Besonders wichtig war ihm die Qualität der Ausbildung. Er setzte sich für Reformen ein, unter anderem für eine verlängerte Lehrzeit und klarere Anforderungen an die Meisterqualifikation. Diese Überzeugung prägt uns bis heute: Qualität entsteht nicht zufällig – sie ist das Ergebnis von Ausbildung, Struktur und Verantwortung.
Zweite Generation: Stabilität und Ausbildungsimpulse
Mit der zweiten Generation – den Geschwistern Luise, Bruno und Willi Ehinger – wurde das Fundament gefestigt. 1960 entstand aus dem Einzelfachbetrieb die Elektro Ehinger KG, organisatorisch klarer aufgestellt und bereit für die wachsenden Anforderungen der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderjahre.
Besonders hervorzuheben ist das Wirken von Bruno Ehinger, der als Innungs- und Ausbildungsfachmann weit über Frankfurt hinaus Impulse setzte. Unter seiner Mitwirkung wurde erstmals die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Elektrohandwerk eingeführt – heute bundesweit ein selbstverständlicher Bestandteil der Ausbildung. Ein Meilenstein, der unser Engagement für Nachwuchs und Qualifikation nachhaltig unterstreicht.
Dritte Generation: Wachstum, Großprojekte
Mit Bernd und Rolf Ehinger begann ab den 1970er-Jahren eine neue Phase: Wachstum, technische Komplexität und die Übernahme anspruchsvoller Großprojekte prägten die Entwicklung.
Ein Schlüsselereignis war ein Großauftrag für den Anlagenbauer Lurgi, der die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens in Planung, Ausführung und Organisation eindrucksvoll unter Beweis stellte. Elektro Ehinger etablierte sich zunehmend als leistungsstarker Partner für Industrie und komplexen Zweckbau.
Dabei stand Wachstum stets im Zeichen von Verantwortung. Bernd Ehinger verband unternehmerischen Ausbau mit Vertrauen, Qualität und einer Mitarbeiterkultur, die den Menschen im Mittelpunkt sieht. Gleichzeitig führte er die Familientradition des Ehrenamts konsequent fort – unter anderem in Innung, Landes- und Bundesverband sowie als Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main.
Die letzten 25 Jahre: gelebter Generationswechsel
Mit Stefan Ehinger, Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik und ausgebildeter Elektroinstallateur, trat in den 2000er-Jahren die vierte Generation in die Verantwortung ein. Er brachte technologische Zukunftsfelder wie intelligentes Gebäude, Kommunikations- und Netzwerktechnik noch stärker in das Leistungsspektrum ein – ohne die klassischen Kernfelder der Elektroinstallation aus dem Blick zu verlieren.
Mit Stefan Ehinger, Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik und ausgebildeter Elektroinstallateur, übernahm in den 2000er-Jahren die vierte Generation zunehmend Verantwortung. Technologische Zukunftsfelder wie intelligentes Gebäude, Kommunikations- und Netzwerktechnik wurden konsequent ausgebaut – ohne die klassischen Kernkompetenzen der Elektroinstallation aus dem Blick zu verlieren.
Mit der Übernahme der Geschäftsführung im Jahr 2010 begann eine Phase, in der Erfahrung und Modernisierung bewusst miteinander verbunden wurden. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen organisatorisch wie technologisch weiter, während die familiengeprägte Kultur der Verlässlichkeit erhalten blieb.
Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 2019 mit dem Eintritt von Leon Schusta als fünfte Generation. Er baute maßgeblich die neuen Geschäftsfelder E-Mobilität und Photovoltaik auf, entwickelte Strukturen, qualifizierte Mitarbeitende und positionierte Elektro Ehinger erfolgreich in diesen Zukunftsmärkten.
2023 wurde Leon Schusta Prokurist und übernahm zum 1. Oktober 2024 die Geschäftsführung. Seit dem 1. Januar 2025 tragen Leon Schusta und Stefan Ehinger die unternehmerische Verantwortung gemeinsam als Gesellschafter.
Dieser Übergang steht beispielhaft für unsere Unternehmensgeschichte: gut vorbereitet, auf Vertrauen gebaut – und mit dem klaren Ziel, Elektro Ehinger im Sinne seiner Tradition sicher in die Zukunft zu führen.
Was uns seit 1906 prägt, ist die tiefe Verbundenheit mit unserem Berufsstand. Ehrenamt ist bei Elektro Ehinger kein Zusatz – es gehört zur Identität unseres Unternehmens.
Stefan Ehinger führt diese Tradition heute in besonderer Intensität fort: als Präsident des ZVEH, Präsident des FEHR, Vizepräsident der Handwerkskammer Rhein-Main sowie als Vorstandsmitglied der Elektroinnung Frankfurt.
Dieses Engagement wirkt unmittelbar in unser Unternehmen hinein: Es schafft Nähe zu Normung, technischen Entwicklungen, Ausbildungspolitik und den praktischen Herausforderungen unserer Branche – und stärkt damit unsere Zukunftsfähigkeit.
Ausblick 2026+: Tradition als Antrieb
120 Jahre Elektro Ehinger sind für uns keine nostalgische Rückschau. Sie sind ein Beleg dafür, dass handwerkliche Qualität, technische Neugier und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören.
Unser Unternehmen hat sich über Generationen hinweg immer wieder neu erfunden:
von der elektrischen Grundinstallation der Gründerzeit über Industrie-Großprojekte bis hin zur Digitalisierung von Gebäuden und Infrastrukturen sowie zu ganzheitlichen Energie- und Ladeinfrastrukturkonzepten.
In einer Zeit, in der das Elektrohandwerk zum Schlüsselgewerk der Energiewende, der Gebäudedigitalisierung und der sicheren Infrastruktur wird, sehen wir uns hervorragend aufgestellt – mit Erfahrung, Kompetenz, Innovationskraft und einem starken Team.
Das Jubiläum 2026 ist damit nicht nur ein Festtag, sondern ein Zwischenstand in einer langen Linie: Qualität im Strom der Zeit – getragen von Familie, Mitarbeitenden und einem Berufsstand, dem wir uns seit 1906 verpflichtet fühlen.
